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“Schon lange nicht mehr gemeldet”


Bereits im Juni 2021 berichteten wir über diese Masche: Junge Damen, oftmals aus dem asiatischen Raum, melden sich ganz ungezwungen und in holprigem Deutsch per WhatsApp und möchten augenscheinlich wieder Kontakt aufnehmen. Doch was wie ein zufälliger Kontakt aussieht („Hey, kann ja nicht schaden, darauf zu reagieren, oder?“), ist in Wirklichkeit eine Scam-Masche, die teuer werden kann!

So sehen die WhatsApp-Nachrichten aus

Die Anfragen haben alle nahezu den gleichen Text und verweisen am Ende immer auf ein anderes WhatsApp- oder Telegram Konto.

Die "zufälligen" Anfragen der unbekannten Damen
Die „zufälligen“ Anfragen der unbekannten Damen

„Hallo, wir haben uns schon lange nicht mehr gemeldet, ich weiß nicht, ob du dich noch an mich erinnern kannst, deshalb habe ich dir jetzt ein Foto von mir geschickt, ich vermisse dich sehr, wie geht es dir in letzter Zeit?“

Danach wird vom Du zum förmlichen Sie gewechselt und auf ein WhatsApp- oder Telegram-Konto verwiesen. Auch die Fotos variieren, die Vorwahl verweist bei den uns bekannten Fällen auf eine Nummer in Indonesien.

Die Kontakte haben die indonesische Ländervorwahl
Die Kontakte haben die indonesische Ländervorwahl

Was steckt hinter dieser Masche?

Die Möglichkeiten für Betrüger sind vielfältig, am offensichtlichsten ist das sogenannte „Romance Scamming“, bei dem den Nutzern die große Liebe vorgetäuscht wird und nach einer Weile nach erst kleineren, dann größeren Geldsummen gefragt wird, um angeblich die Umzugskosten, den Flug und Verwaltungskosten bezahlen zu können.

Die Betrüger gehen dabei sehr geschickt vor: Es wird nie sofort nach Geld gefragt, stattdessen wird über Wochen und Monate ein scheinbares Vertrauensverhältnis aufgebaut, bis man glaubt, tatsächlich die große Liebe gefunden zu haben, für die man selbstverständlich das Konto plündert, um sie bei sich zu haben.

Auf keinen Fall reagieren!

Betrüger kommen üblicherweise durch geleakte Datenbanken oder schlicht und einfach durch automatisiertes Versenden an durch Zufall generierte Nummern an die WhatsApp-Nutzer.
Durch eine Antwort wird den Betrügern bestätigt, dass die Nummer existiert und aktiv ist, was vielerlei Möglichkeiten offenbart.

Beispielsweise kann die nun bestätigte Nummer für Ping-Anrufe verwendet werden (es wird nur 1x geklingelt, Nutzer ruft aus Neugier zurück und landet auf einer teuren, kostenpflichtigen Bandansage), auch Spam-Anrufe über vermeintliche gewonnene Gewinnspiele oder das Senden von schädlichen Links ist nun möglich.

Fazit

Es ist eigentlich ganz einfach: Wenn man eine Person nicht kennt, sollte man nicht reagieren, und in den obigen Fällen auch am besten gleich an WhatsApp melden und blockieren.

Die Masche wurde und wird auch in anderen Ländern durchgeführt, beispielsweise berichtet „The Independent“ (siehe HIER), dass Nutzer in Singapur mit ähnlichen Texten kontaktiert wurden, nur die Bilder der Frauen variieren.

Hinweis: Dieser Inhalt gibt den Stand der Dinge wieder, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell
war. Die Wiedergabe einzelner Bilder, Screenshots, Einbettungen oder Videosequenzen dient zur
Auseinandersetzung der Sache mit dem Thema.





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